{"id":938,"date":"2024-06-20T15:07:16","date_gmt":"2024-06-20T13:07:16","guid":{"rendered":"https:\/\/muenchenplastischechirurgie.mediapool-muc.de\/?page_id=938"},"modified":"2024-06-20T15:44:30","modified_gmt":"2024-06-20T13:44:30","slug":"brusterhaltende-therapie-bet","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/muenchenplastischechirurgie.de\/de\/rekonstruktion\/brustrekonstruktion\/brusterhaltende-therapie-bet\/","title":{"rendered":"Brusterhaltende Therapie (BET)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\">[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8221;&#8221;]\r\n<h1 style=\"text-align: center;\">Brusterhaltende Therapie (BET)<\/h1>\r\nCa. 70 % der Brustkrebsoperationen k\u00f6nnen heutzutage <b>brusterhaltend<\/b> durchgef\u00fchrt werden. Dabei entfernen wir den Brusttumor im Gesunden, rekonstruieren die Dr\u00fcse innerlich durch eine Verschiebung des restlichen Dr\u00fcsengewebes und entnehmen den sogenannten W\u00e4chter (Sentinel) \u2013Lymphknoten. Eine <b>anschlie\u00dfende Bestrahlung<\/b> der operierten Brust ist dabei immer obligat. Viele Studien belegen dabei, dass diese Therapie keine Nachteile gegen\u00fcber einer radikalen Mastektomie in Bezug auf das Lokalrezidiv oder die allgemeine Prognose hat.\r\n\r\nDas entfernte Dr\u00fcsengewebe wird durch einen Pathologen unter dem Mikroskop untersucht und eine Aussage getroffen, ob der Tumor komplett entfernt wurde, oder nicht. Selten kann es n\u00f6tig werden, aus den betroffenen Bereichen noch mehr Dr\u00fcsengewebe zu entnehmen, um den Tumor komplett zu entfernen. Das Tumorgewebe wird nun <b>in verschiedenen Untersuchungen sehr differenziert analysiert<\/b>. Dadurch k\u00f6nnen Argumente f\u00fcr oder gegen weiterf\u00fchrende (adjuvante) Therapien erhoben werden. Nur durch eine solch individuelle Therapie nach Ma\u00df l\u00e4sst sich ein <b>maximaler Therapieerfolg<\/b> erreichen.\r\n\r\nLeider ist <b>nicht jede Patientin f\u00fcr eine BET geeignet<\/b>. Verschiedene Faktoren k\u00f6nnen dieses Vorgehen verbieten; beispielsweise kann der Tumor f\u00fcr die vorhandene Brust <b>zu gro\u00df<\/b> sein. Schlie\u00dflich soll aus dem restlich vorhandenen Dr\u00fcsengewebe noch eine vollwertige Brust wiederherzustellen sein. Man spricht dann von einem \u201eung\u00fcnstigen Brust-Tumor-Verh\u00e4ltnis\u201c. Auch wenn der Tumor in die Haut, in den Brustmuskel oder in die Lymphgef\u00e4\u00dfe <b>eingewachsen<\/b> ist, sollte eine Mastektomie in Erw\u00e4gung gezogen werden. Es kann ebenfalls vorkommen, dass in einer Brust <b>mehrere Tumore<\/b> entdeckt werden (Multizentrizit\u00e4t). Dies gilt auch bei einem Wiederauftreten (Lokalrezidiv) eines Tumors.\r\n<h3>Pr\u00e4operative Tumormarkierung<\/h3>\r\nHeutzutage, in Zeiten der Fr\u00fcherkennung, sind die Brusttumore meist noch sehr klein, wenn sie erkannt werden und h\u00e4ufig nicht zu tasten. Da man aber bei einer brusterhaltenden Operation nicht zu viel Gewebe entfernen m\u00f6chte, ist es m\u00f6glich, den Tumor <b>vor der Operation mit einem Draht zu markieren<\/b>. Dabei wird der Tumor mit Ultraschall, Mammographie oder Kernspin dargestellt und \u00fcber eine Nadel ein feiner Draht vorgeschoben. Dieser verankert sich dann am Knoten und kann in der Operation<b> zielgerichtet entfernt werden<\/b>.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column]<accordion class='stay_open '>\r\n\t\t\t<item id='' open  class='open '>\r\n\t\t\t\t<header>\r\n\t\t\t\t\tTumoradaptierte Brustverkleinerung\r\n\t\t\t\t<\/header>\r\n\t\t\t\t<content>\r\n\t\t\t\t\t<padding>\r\n\t\t\t\t\t\t<p>Bei sehr gro\u00dfen oder h\u00e4ngenden Br\u00fcsten aber auch ung\u00fcnstigem Tumorsitz, k\u00f6nnen eine einfache Segmentresektion und ein Zusammenf\u00fcgen des benachbarten restlichen Dr\u00fcsengewebes eventuell nicht zu einem ansprechenden \u00e4sthetischen Ergebnis f\u00fchren. Hier bieten sich dann sogenannte <b>onkoplastische Operationen<\/b> oder <b>tumoradaptierte Brustverkleinerungen<\/b> an, um eine <b>onkologisch sichere Tumorentfernung<\/b> sowie ein <b>\u00e4sthetisch \u00fcberragendes Ergebnis<\/b> zu erreichen. Technisch sind diese Methoden gegen\u00fcber einfachen Tumorentfernungen deutlich anspruchsvoller. Dr. von Spiegel ist <b>ausgewiesener Experte<\/b> in der Anwendung onkoplastischer Operationen.<\/p>\n<p>Gerade bei <b>sehr gro\u00dfen Br\u00fcsten<\/b> erreichen wir mit diesen Techniken <b>onkologisch sichere sowie \u00e4sthetisch hervorragende Ergebnisse<\/b>. Auch bei <b>ung\u00fcnstigen Tumorsitzen<\/b>, etwa am Brustansatz, lassen sich die Defekte nach der Tumorentfernung durch <b>Gewebeverschiebungen<\/b> in der Dr\u00fcse (glandul\u00e4re Lappenplastiken) <b>sehr gut rekonstruieren<\/b>.<\/p>\n<p>In der weiteren Vorgehensweise unterscheidet sich die tumoradaptierte Brustverkleinerung nicht von der brusterhaltenden Therapie. Intraoperativ wird ebenso der sogenannte W\u00e4chter (Sentinel) \u2013Lymphknoten (s. u.) entfernt. Auch eine Bestrahlung der betroffenen Brust ist ca. vier Wochen nach der Operation obligat.<\/p>\n<h3>Angleichung der Gegenseite durch Verkleinerung \/ Vergr\u00f6\u00dferung \/ Straffung<\/h3>\n<p>S\u00e4mtliche Operationsmethoden der <b>\u00e4sthetischen Brustverkleinerung<\/b> lassen sich <b>individuell<\/b> an die bestehende Tumorsituation <b>anpassen<\/b>. In <b>gleicher Sitzung<\/b> kann auch eine <b>Verkleinerungsoperation der gesunden Gegenseite<\/b> durchgef\u00fchrt werden, um eine <b>Symmetrie<\/b> zu erhalten. Da sich aber die erkrankte Brust durch die Bestrahlung noch in seiner Form und vor allem in seiner Gr\u00f6\u00dfe ver\u00e4ndern kann, ist es auch m\u00f6glich, die angleichende Operation der gesunden Gegenseite aufzuschieben.<\/p>\n<p>Leider mussten wir die Erfahrung machen, dass in den letzten Jahren die Kosten\u00fcbernahme einer angleichenden Operation der gesunden Gegenseite durch die Krankenkassen nur noch in Ausnahmef\u00e4llen genehmigt wurden, und die Patientinnen diese Kosten vermehrt selber tragen mussten.<\/p>\n\r\n\t\t\t\t\t<\/padding>\r\n\t\t\t\t<\/content>\r\n\t\t\t<\/item>\r\n\t\t\r\n\t\t\t<item id=''  class=''>\r\n\t\t\t\t<header>\r\n\t\t\t\t\tSentinel-Lymphknoten Entfernung (W\u00e4chter-Lymphknoten)\r\n\t\t\t\t<\/header>\r\n\t\t\t\t<content>\r\n\t\t\t\t\t<padding>\r\n\t\t\t\t\t\t<p>Brustkrebs hat die F\u00e4higkeit, <b>Metastasen<\/b> zu bilden. Dabei wurde festgestellt, dass dies in den allermeisten F\u00e4llen zuerst in den <b>Lymphknoten der Achselh\u00f6hle<\/b> geschieht. Sobald der Tumor gestreut (metastasiert) hat, ist die Erkrankung nun nicht mehr als lokales, nur die Brust betreffendes, sondern als systemisches, den ganzen K\u00f6rper betreffendes Ereignis zu betrachten und auch entsprechend zu behandeln. Somit hat die Situation der Lymphknoten in den Achselh\u00f6hlen einen direkten Einfluss auf die Therapie.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher wurde bei der Operation versucht, m\u00f6glichst viele Lymphknoten der Achselh\u00f6hle zu entfernen. Schwerste Folgekomplikationen mit Schmerzen und Lymphstau im gleichseitigen Arm wurden dabei in Kauf genommen. In vielen Studien hat sich nun gezeigt, dass dieses Vorgehen in keiner Relation steht und dadurch der allgemeine Krankheitsverlauf nicht verbessert wird. Die Entfernung von Lymphknoten hat heute keine therapeutische Relevanz mehr, jedoch Bedeutung in der Prognose und Therapieplanung.<\/p>\n<p>In anatomischen Untersuchungen am Lymphabfluss der Brust konnte festgestellt werden, dass die Lymphe in einer festen Reihenfolge \u00fcber mehrere Lymphknoten abl\u00e4uft. Der erste Lymphknoten in dieser Reihe wird <b>Sentinel-Lymphknoten<\/b> (engl. W\u00e4chter \u2013 Sentinel) genannt. Weiterhin konnte festgestellt werden, dass dieser Lymphknoten auch der erste ist, der bei einer Metastasierung \u00fcber die Lymphwege befallen ist. Dieser Sentinel-Lymphknoten l\u00e4sst sich nun durch verschiedene Methoden sichtbar machen und dann <b>selektiv entfernen<\/b>. Dies ist einerseits durch einen<b> Farbstoff<\/b> m\u00f6glich, der vor der Operation um die Brustwarze in die Haut injiziert wird. Der Farbstoff wandert dann in den Sentinel-Lymphknoten und ist somit <b>bei der Operation sichtbar<\/b>. Noch besser ist der Sentinel-Lymphknoten durch <b>Technetium-99<\/b> zu markieren. Technetium-99 ist ein <b>schwach radioaktiver Stoff<\/b>; dieser wird optimaler Weise am Vortag der Operation um den Warzenvorhof der betroffenen Brust mittels Injektion eingebracht. Bis zur Operation wandert er dann \u00fcber die Lymphbahnen in den W\u00e4chter-Lymphknoten. W\u00e4hrend des Eingriffs kann dieser dann <b>mittels einer Sonde gefunden<\/b> werden. Manchmal sind mehr als ein Lymphknoten W\u00e4chterlymphknoten aber nur sehr selten mehr als drei. Die Sentinel-Lymphknoten werden dann direkt <b>w\u00e4hrend der Operation zur Pathologie geschickt und sofort untersucht<\/b>. Durch diese Schnellschnittuntersuchung kann dann eine Aussage getroffen werden, ob der W\u00e4chterlymphknoten mit dem Tumor befallen ist, oder nicht. Falls er befallen ist, wird sich bei einer Mastektomie eine weitere <b>Entfernung von Lymphknoten (Axilladissektion) anschlie\u00dfen<\/b>. Obwohl die Schnellschnittuntersuchung eine sehr hohe Aussagekraft hat, kann sich in der nachfolgenden, endg\u00fcltigen mikroskopischen Aufarbeitung des W\u00e4chterlymphknotens herausstellen, dass ein vorher unauff\u00e4lliger Lymphknoten doch mit Tumor befallen ist. Dies kommt aber nur \u00e4u\u00dferst selten vor. In diesen F\u00e4llen kann sich dann eine zweite Operation mit einer Axilladissektion anschlie\u00dfen.<\/p>\n\r\n\t\t\t\t\t<\/padding>\r\n\t\t\t\t<\/content>\r\n\t\t\t<\/item>\r\n\t\t<\/accordion>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8221;.vc_custom_1718891068837{margin-bottom: 50px !important;}&#8221;][vc_column][vc_column_text css=&#8221;&#8221;]Zu einer\u00a0<a title=\"Informationen zu einer Folgekostenversicherung\" href=\"\/de\/praxis-klinik\/folgekostenversicherung\/\">Folgekostenversicherung<\/a>\u00a0f\u00fcr m\u00f6gliche Nachbehandlungskosten informieren Sie sich bitte\u00a0<a title=\"Informationen zu einer Folgekostenversicherung\" href=\"\/de\/praxis-klinik\/folgekostenversicherung\/\">hier<\/a>.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8221;&#8221;] Brusterhaltende Therapie (BET) Ca. 70 % der Brustkrebsoperationen k\u00f6nnen heutzutage brusterhaltend durchgef\u00fchrt werden. 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