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Brustwiederaufbau mittels (Expander und / oder) Silikongelimplantat - Nymphenburger Praxis für Plastische & Ästhetische Chirurgie

Das einfachste Verfahren der Brustrekonstruktion ist der Wiederaufbau mittels Silikongelimplantat. Dabei wird das durch die Mastektomie verloren gegangene Volumen der Brust durch ein Silikongelimplantat ersetzt. Wird bei der Mastektomie die Brusthaut sowie auch der Brustwarzenkomplex erhalten, kann der endgültige Aufbau mit dem Brustimplantat in gleicher Sitzung erfolgen. Falls die Brusthaut bei der Mastektomie mit entfernt wird, muss im ersten Schritt ein Brustexpander eingesetzt werden, um die Haut so weit zu dehnen, bis ein dauerhaftes Implantat Platz hat.

Wir verwenden für den Wiederaufbau der Brust Silikongelimplantate der Firma Polytech Health, Deutschland. Es ist der einzige deutsche Hersteller von Silikongelimplantaten und seine Produkte zeichnen sich durch ein hohes Maß an Sicherheit und Stabilität aus. Trotzdem hält ein Silikongelimplantat nicht ewig. Im Durchschnitt müssen die Implantate alle 15 Jahre gewechselt werden.

Ist die endgültige Diagnose vor der Operation noch nicht sicher und möglicherweise eine Bestrahlung notwendig, werden Implantate auch als Platzhalter eingesetzt.

Vor der Operation werden wir mit Ihnen das genaue Vorgehen der Operation besprechen und ein Brustimplantat zum Tasten in die Hand geben. Dadurch erhalten Sie schon ein Gefühl für das erreichbare Ergebnis der Wiederherstellung. In der Regel werden wir eine dem Volumen der entfernten Drüse entsprechende Implantatgröße verwenden. Dabei führen wir den Hautschnitt bei der primären oder simultanen Rekonstruktion an der Unterbrustfalte durch. Über den Schnitt erfolgt sowohl die Entfernung der Brustdrüse, als auch der Wiederaufbau. Findet der Wiederaufbau zu einem späteren Zeitpunkt statt, verwenden wir dieselben Schnitte wie sie uns durch die Mastektomie vorgegeben sind und vermeiden dadurch neue Narben.

Eine hängende Brust kann durch ein Implantat so nicht wieder hergestellt werden. Möglicherweise muss in der Operation eine Straffung des Hautmantels durchgeführt werden. Falls es die onkologische Situation erlaubt, kann es von Vorteil sein, eine Straffung der Brust mindestens sechs Wochen vor der Mastektomie und Wiederaufbau mit Implantat durchzuführen. Dadurch werden Risiken für eventuelle Durchblutungsstörungen der Brustwarze und postoperative Wundheilungsstörungen minimiert.

Bei der Operation wird das Implantat in der Regel hinter den Brustmuskel gelegt, um eine gute Bedeckung vor allem im oberen Brustpol zu erreichen. Damit der Muskel nicht über das Implantat nach oben zurück rutscht, wird er mit einem Netz oder einer Azellulären Dermalen Matrix (ADM) über das Implantat nach unten auf der Brustwand fixiert. Dadurch wird auch das Gewicht des Implantates gehalten. In letzter Zeit werden Implantate vermehrt auf den Muskel, direkt unter der Haut platziert. Dies ist möglich geworden, weil nach einer Ausheilungsphase die Übergänge und die Weichteilbedeckung durch eine Eigenfetttransplantation verbessert werden können. In allen Fällen leitet ein in die Wundhöhle eingelegter Drainageschlauch Flüssigkeitsansammlungen ab; er wird meistens nach 5-7 Tagen entfernt.

In der Regel bleiben Patientinnen nach Mastektomie und Wiederaufbau mittels Implantat für 5-7 Tage stationär in der Klinik. Nach dieser Zeit können die eingelegten Drainagen entfernt werden. Anfangs wird der Brustkorb mit einer breiten elastischen Binde gewickelt. Nach Entfernen der Drainagen wird ein Kompressions-BH angelegt. Wir empfehlen, diesen für sechs Wochen Tag und Nacht und weitere sechs Wochen tagsüber zu tragen. Selbstverständlich kann er zum Duschen und zur Körperpflege zeitweise abgelegt werden.

Sollten Sie einen Expander benötigen, würde dieser nach Abheilung der Nähte ca. zwei Wochen nach der Operation mit Kochsalzlösung gefüllt. Dies wird in wöchentlichen Abständen wiederholt, bis die gewünschte Größe erreicht ist. Dann wird der Expander noch etwas weiter gefüllt. Dies hat den Vorteil, dass die Haut nach Wechsel auf das dauerhafte Implantat nicht gespannt und die rekonstruierte Brust somit weich ist. Das Auffüllen ist nicht schmerzhaft, kann aber ein Spannungsgefühl erzeugen.

Bei Brustrekonstruktionen mittels Silikongelimplantaten ist die Weichteilbedeckung infolge der Entfernung der Brustdrüse verständlicherweise sehr dünn. Damit sind die Ränder der Implantate häufig tastbar. Auch Faltenbildungen der Implantathülle zeichnen sich nicht selten durch die Haut ab. Mittels Eigenfetttransplantation kann hier eine deutliche Verbesserung der Weichteilbedeckung und des ästhetischen Erscheinungsbildes erreicht werden. Da jedoch die Eigenfetttransplantation keine Leistung der Krankenkassen ist, erfolgen diese Korrekturoperation in der Regel in Eigenleistung.

Da ein Brustimplantat ein Fremdkörper ist, wird er immer abgekapselt bleiben. Meist ist die Kapsel weich und zart. Gerade bei der Brustrekonstruktion mit Implantaten kann es zu einer Verhärtung der Kapsel kommen. Die Kapselfibrose führt zu unschönen Verformungen und auch zu Schmerzen der Brust. Bei wem oder nach welcher Zeit die Kapselfibrose auftritt, lässt sich nicht vorhersagen. Jedoch ist das Auftreten einer Kapselfibrose nach einer Bestrahlung relativ häufig. Ist eine Bestrahlung schon vor der Operation sicher, sollte auf eine Implantatrekonstruktion verzichtet werden. Bereitet die Rekonstruktion mit Brustimplantaten Probleme, ist es jederzeit möglich, auf alternative Rekonstruktionsverfahren umzusteigen. In diesen Fällen sollte dann eine Rekonstruktion mit Eigengewebe erfolgen.

Möglicherweise können sich Implantate verschieben oder es können Schwellungen und Ansammlungen von Flüssigkeit, sowie Entzündungen vorkommen.

Nymphenburger Praxis für Plastische & Ästhetische Chirurgie

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