Masseterhypertrophie

 

In der Ansicht von vorne wird die Form des Gesichtes durch die untere Partie des vierten Kaumuskels, dem Massetermuskel, definiert. Durch eine Vergrößerung dieses Muskels kann das Gesicht eckig und grob wirken. Durch die selektive Injektion von Botulinum-Toxin A kann man das Volumen des Muskels reduzieren, wodurch eine entscheidende ästhetische Verbesserung erzielt werden kann.

Masseter-Muskel

Der Musculus masseter ist einer von vier Kaumuskeln und liegt oberflächlich im Kieferwinkel. Seine Form ist quadratisch und er ist im Verhältnis zu seiner Größe einer der stärksten Muskeln im menschlichen Körper. Wenn der Kopf auf der Hand abgestützt wird, ist die Auflagefläche in der Regel der Bereich in dem der Muskel liegt. Deshalb wird er oft wird er oft auch als der Denker-Muskel bezeichnet.

Was ist die Masseterhypertrophie

Eine spezifische Ursache der Vergrößerung des Massetermuskels kann oft nicht ausgemacht werden und wird damit als „ideopathisch“ bezeichnet. In der Regel liegt eine symmetrische Vergrößerung der Muskeln vor, es kann aber auch eine Seite deutlich größer sein als die andere. Ursächlich ist hier ein bevorzugtes Kauen auf der betroffenen Seite. Vor einer Behandlung der Muskelvergrößerung müssen andere Ursachen für eine Schwellung in diesem Bereich ausgeschlossen werden. In Frage kommen hier Erkrankungen der Ohrspeicheldrüse, des Kieferknochens und andere.

Eine Vergrößerung des Massetermuskels kann auch mit Schmerzen im Kieferwinkel vergesellschaftet sein. Dies kommt vor allem bei nächtlichem Zähneknirschen oder häufigem Kaugummikauen vor.

Die Vergrößerung des Kaumuskels führt zu einem ästhetisch unvorteilhaften eckigen und hartem Gesicht.

Therapie der Masseterhypertrophie

Schon im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts wurden verschiedene Methoden zur Korrektur der Masseterhypertrophie beschrieben. In erster Linie handelte es sich um chirurgische Verkleinerungen der Muskeln mit Zugang von der Mundhöhle. Wenn Umstellungsoperationen des Knochens durchgeführt werden müssen, haben diese Methoden auch heute noch ihren Stellenwert.

Durch die Injektion von Botulinum-Toxin A ist die Therapie der Masseterhypertrophie um eine atraumatische Methode erweitert worden. Botulinum-Toxin-A unterbricht die Übertragung des Nervenreizes auf den Muskel. Dies geschieht auf molekularer Ebene. Der Rezeptor für die Reizübertragung von Nerv auf Muskel wird dabei durch das Toxin blockiert. Da die Muskelzelle in der Lage ist, den Rezeptor wieder neu zu bilden, ist der BotoxÒ-Effekt reversibel. Innerhalb ungefähr eines halben Jahres hat der Muskel seine ursprüngliche Aktivität wieder erreicht. Verständlicherweise sind dadurch wiederholte Anwendungen von BotoxÒ nötig.

Wie wird Ihre Botox(R)-Injektion in unserer Münchener Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie durchgeführt?

Im Rahmen einer Erstvorstellung werden wir Sie eingehend befragen und untersuchen. Ihr Gesicht wird eingehend analysiert und mittels Fotographie dokumentiert. Falls eine Masseterhypertrophie vorliegt und eine Therapie gewünscht ist, erfolgt die Injektion von Botulinum-Toxin-A im ambulanten Setting. Nach der üblichen Hautdesinfektion erfolgt die Injektion in die Areale des Muskels, in denen eine Schrumpfung gewünscht ist. Wird eine falsche Technik angewendet, kann es zu einer Trockenheit des Mundes, ungleicher Kraftverteilung beim Kauen und Schmerzen kommen. Durch die eingehende Kenntnis der Anatomie des Muskels und der umgebenden Strukturen ist die Anwendung durch einen Plastischen Chirurgen jedoch sicher und effektiv. Gelegentlich können Hämatome auftreten. Diese verschwinden aber innerhalb kurzer Zeit und sind unbedenklich. Wichtig ist natürlich, dass ein erfahrener Chirurg die Therapie durchführt.

Gerne stehen wir Ihnen zu diesem Thema in unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie zur Verfügung.