Gynäkomastie München

Gynäkomastie-Operationstechniken beim Mann

Eine weibliche Brustentwicklung beim Mann kann vor allem im Jugendalter die Selbstsicherheit schwer beeinträchtigen. Ziel einer plastisch chirurgischen Korrekturoperation ist die Entfernung der Drüse und Schaffung glatter Übergänge mit der Vermeidung von unschönen Narben.

Gynäkomastie

Als Gynäkomastie wird die, einer weiblichen Brustentwicklung ähnlichen, Gewebsvermehrung in der männlichen Brust bezeichnet. In den meisten Fällen besteht eine Vergrößerung der auch Männern vorhandenen Brustdrüse. Bei Übergewicht kann die Vergrößerung der Brust aber auch durch eine Vermehrung von Fettgewebe hervorgerufen sein. Obwohl einseitige Veränderungen vorkommen können sind in der Regel beide Brüste betroffen. Während der Pubertät kann eine Gynäkomastie bei Knaben aufgrund der Umstellung des Hormonhaushaltes durchaus natürlich sein. Mit einer spontanen Rückbildung ist in diesen Fällen zu rechnen. Im Erwachsenenalter kommt die Gynäkomastie häufig in Verbindung mit einer Gewichtszunahme oder der Einnahme von bestimmten Medikamenten vor. Obwohl verschiedenste Medikamente oder Hormonstörungen eine Gynäkomastie hervorrufen können bleibt die Ursache in den meisten Fällen unbekannt. Vor einer etwaigen Operation sollten mögliche Ursachen abgeklärt und falls möglich ausgeschaltet werden.

Ihre Korrektur bei Gynäkomastie – Ziele

Bei einer maskulinen Brustkontur zeichnet sich der große Brustmuskel (Musculus pectoralis major) ab und definiert die typische Kontur. Die Dicke der darüber liegenden subkutanen Fettschicht ist abhängig vom allgemeinen Körperfettanteil. Sie sollte aber gleichmäßig über der gesamten Brust verteilt sein. Die Haut sollte sich glatt darüber legen. Bei der Operation einer Gynäkomastie wird die feste Drüse entfernt und durch eine Liposuktion des umgebenden subkutanen Fettgewebes Stufenbildungen vermieden. Etwaige Hautüberschüsse, die sich nicht zurückbilden würden, sollten durch eine Straffungsoperation entfernt werden.

Ihre Korrektur bei Gynäkomastie – Vorbereitung

Im Rahmen der Erstvorstellung in unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in München – Nymphenburg schildern Sie uns Ihre Erwartungen an eine Korrektur bei Gynäkomastie. Wir werden Ihre Brust eingehend untersuchen. Eine Befragung bezüglich eventueller Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme und Entwicklung der Gynäkomastie dient dem Ausschluss eventueller Ursachen für die Veränderung. Vor allem bei Jugendlichen sollte eine hormonelle Abklärung durch einen Facharzt für Endokrinologie vor einer Operation durchgeführt werden. Falls gewünscht können wir Ihnen gerne eine entsprechende Adresse nennen. Eine fotografische Dokumentation versteht sich von selbst. Wenn keine Ursachen für die Gynäkomastie gefunden wurde, werden wir ein individuell angepasstes chirurgisches Vorgehen planen und Ihnen darstellen. Bei einem ausgeprägten Hautüberschuss kann es nötig sein eine Straffungsoperation mit Entfernung der Drüsen einzuplanen. In den meisten Fällen ist ein narbenarmes vorgehen möglich und der Hautüberschuss wird sich von alleine zurückbilden. Eine spezielle Vorbereitung Ihrerseits ist vor der Operation nicht nötig. Wie bei jeder geplanten Operation sollten Sie vor dem Eingriff in bester gesundheitlicher Verfassung sein. Die Einnahme von Aspirin zwei Wochen vor der Operation sollte vermieden werden, um das Risiko postoperativer Nachblutungen zu minimieren. Auch der Genuss von Alkohol und Nikotin sollte auf ein Minimum verringert werden. Für den Zeitraum von vier bis sechs Wochen nach der Operation sollte ein Kompressionsmider getragen werden. Dieses sollten Sie sich schon vor der Operation besorgen. Bei Bedarf können wir Ihre Maße abnehmen und ein entsprechendes Mider bestellen.

Ihre Korrektur bei Gynäkomastie – Operation

Abhängig von der Ausprägung des Befundes führen wir Korrekturoperation ambulant in unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie oder stationär im Klinikum Dritter Orden in München – Nymphenburg durch. Ambulante Operationen führen wir in der Regel in einer Dämmerschlafnarkose und lokaler Betäubung durch. Größere Eingriffe mit zusätzlicher Straffung der Haut erfolgen stationär in Vollnarkose. Dabei werden Sie sich in den Tagen vor der Operation den Anästhesisten des Klinikums Dritter Orden vorstellen und das Narkosegespräch führen. Am Tag der Operation werden Sie stationär aufgenommen. Vor Einleitung der Narkose wird Sie Ihr Chirurg im Stehen Anzeichnen und letzte Fragen Ihrerseits können geklärt werden. Die Schnittführung erfolgt in der Regel am Unterrand des Warzenvorhofes. Von dort aus werden wir die Drüse entfernen und den umgebenden Bereich angleichend absaugen. In einzelnen Fällen ist es möglich über mehrere kleinere Schnitte die feste Drüse in kleinen Stücken zu entfernen. Auch dann wird der umgebende Bereich abgesaugt. Falls überschüssige Haut entfernt werden muss, wird die Schnittführung individuell angepasst und vor der Operation geplant. Zur Ableitung von Wundsekret werden wir in die Wundhöhlen Drainagen einlegen, die nach ein bis zwei Tagen entfernt werden. Direkt nach der Operation werden wir Ihren Brustkorb elastisch Wickeln.

Komplikationsmöglichkeiten

Wird die Operation durch einen erfahrenen Facharzt für Plastische Chirurgie durchgeführt, sind Komplikationen sehr selten und beeinflussen ein dauerhaft gutes Ergebnis nicht. Bei jeder Operation gibt es aber allgemeine Risiken und spezifische, von der Art des Eingriffes abhängige Komplikationsmöglichkeiten. Wie bei allen chirurgischen Interventionen sind Schwellungen und Blutergüsse zu erwarten und werden nach drei bis sechs Wochen wieder verschwinden. Durch hochsteriles Arbeiten und intraoperative Gabe eines Antibiotikums sind Wundinfektionen äußerst selten. Falls sich doch eine lokale Wundinfektion entwickelt, ist diese durch die Gabe eines Antibiotikums in aller Regel vollständig zur Abheilung zu bringen. Sehr selten muss eine chirurgische Wundreinigung erfolgen. In weiteren seltenen Fällen kann es zu einer Ansammlung von Wundwasser kommen, die ein wiederholtes Abpunktieren nach sich ziehen würde. Durch das konsequente Tragen von einem Kompressionsmider werden unregelmäßige Schwellungen, Dellenbildungen oder Einziehungen auf ein Minimum reduziert. Um die Brustwarze sind Einziehungen trotzdem möglich. Durch Narbenmassagen und vor allem Zeit werden diese Adhäsionen jedoch verschwinden. Nur sehr selten sind kleinere Korrektureingriffe nötig. Sensibilitätsstörungen im Operationsgebiet sind ebenfalls als normal anzusehen und normalisieren sich innerhalb eines Jahres. Dauerhafte Sensibilitätsstörungen der Brustwarzen sind jedoch vor allem bei ausgeprägten Befunden möglich. Die Korrekturoperationen bei Gynäkomastie sind allgemein gesehen eine komplikationsarme Operation mit einem hohen Grad an Sicherheit und Zufriedenheit.

Ihre Korrektur bei Gynäkomastie – postoperativer Verlauf

In den ersten Tagen nach der Operation ist mit mäßigen Schmerzen zu rechnen. Diese sind mit Kühlen und oralen Schmerzmitteln gut in Griff zu halten. Die gröbsten Schwellungen und Blutergüsse der Haut bilden sich binnen der ersten zwei bis drei Wochen zurück. Ein Ergebnis ist schon direkt nach der Operation zu bewundern. Jedoch ist ein ansehnliches Ergebnis nach Rückgang der gröbsten Schwellungen und Unregelmäßigkeiten erst nach vier bis sechs Wochen zu beurteilen. Da die Hautnähte resorbierbar sind, müssen keine Fäden entfernt werden.

Ihre Korrektur bei Gynäkomastie – Verhaltensmaßnahmen nach der Operation

Am Tag nach der Operation stellen Sie sich wieder in unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in München vor. Wir werden Ihre Verbände entfernen und das Operationsgebiet begutachten. Wenn alles in Ordnung ist, werden wir die Drainagen entfernen und die Nähte mit Steri-Strips verkleben. Duschen ist nun möglich und gewünscht. Dabei werden die Steri-Strips belassen und nach dem Duschen trocken geföhnt. Das konsequente Tragen des Kompressionsmiders ist sehr wichtig, da dadurch unregelmäßige Ansammlungen von Flüssigkeit im Gewebe oder Wundhöhle vermieden werden und ein optimales Ergebnis gefördert wird. In der Folgezeit stellen Sie sich in regelmäßigen Abständen immer wieder in unserer Sprechstunde vor. Schwere körperliche Arbeit sollte für drei Wochen unterbleiben. Sportliche Betätigungen mit viel Aktivität und Bewegung im Oberkörper sollte für sechs Wochen ausgesetzt werden. Leichtes Laufen und Radfahren ist nach zwei Wochen mit dem Kompressionsmider möglich.

Gerne stehen wir Ihnen in unserer Nymphenburger Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in München für individuelle und
eingehende Auskünfte in einem persönlichen Beratungsgespräch zur Verfügung. Wenn wir Ihre Wünsche und Erwartungen an eine Korrekturoperation bei Gynäkomastie kennen, sind wir in der Lage ein auf Sie angepasstes Vorgehen zu planen und Ihnen zu erörtern. Es ist uns eine Freude für Sie da zu sein.